Alt-Marzahn

Alt-Marzahn, Sara Contini-Frank

Alt-Marzahn, Aquarell und Tusche auf rauem Aquarellpapier, 20,5 x 9,5 cm

Bei einem Spaziergang auf den schmalen, unebenen Bürgersteigen von Alt-Marzahn musste ich beim Schild „Schnittlauch je Bund 30 Cent – Geld bitte in den Briefkasten werfen“ ein wenig schmunzeln: wie auf dem Dorf! Meine Assoziation zu Marzahn bestand lange Zeit aus den vielen Hochhäusern an breiten Straßenzügen. Marzahn geht aber auf den historischen Kern Alt-Marzahn zurück, der bereits im Mittelalter gegründet wurde.

Niedrige Häuser, die Dorfkirche und die alte Mühle bestimmen die verwinkelten Straßenzüge von Alt-Marzahn. Viele besondere Betriebe laden zum Entdecken ein: Auf dem KulturGut Alt-Marzahn wird jedes Jahr Erntefest gefeiert, eine Kräuterfee führt durch den Bauerngarten und in der Kunst- und Keramikscheune Schamottchen wird am 23. September die Raku-Brenntechnik vorgeführt.

Berlin Potsdamer Platz

Der Potsdamer Platz, Alexander Kupsch und Sara Contini-FrankPotsdamer Platz, Illustrationen und digitale Fotocollage

Am Potsdamer Platz bin ich besonders gerne, vielleicht weil er einer der ersten Orte ist, die mir in Berlin gezeigt wurden, noch lange bevor ich hier lebte. Dort sah ich meinen ersten 3D-Film, kurz nachdem ich eingewiesen worden war, was man in Deutschland alles beachten muss – oder, anders ausgedrückt: Wie man sich seinem Gastland gegenüber dankbar zeigt.

Dort, zwischen Mitte und Tiergarten, habe ich einige Illustrationen gezeichnet, zum Beispiel am Sony Center, in der Potsdamer Straße oder am Piano-See. Heute bin ich stolz, eine ganz andere Variante zu präsentieren, und zwar ein gemeinsames Projekt, das zusammen mit dem Grafikdesigner und Fotografen Alexander Kupsch entstanden ist. Er ist dafür bekannt, historische Ansichtskarten mit neuen Fotos zu kombinieren. Einige Aquarelle als eine weitere Ebene für ein solches Panorama zu kreieren, war eine spannende Herausforderung!

Die Pyramide

Die Pyramide, Sara Contini-FrankDie Pyramide, Aquarell und Tusche auf Aquarellpapier, 12,5 x 16 cm

In den letzten Jahren habe ich die Errichtung einiger Hochhäuser „aus dem nichts“ erlebt. Die 23-geschossige Pyramide steht allerdings schon lange in Marzahn. 1994/95 ließ sie die Fundus-Gruppe errichten.
Die Pyramide beherbergt eine übergroße Uhr, die aus Leuchtröhren besteht und durch Lichtstrahlen und -Blitze die Uhrzeit anzeigt. Diese Show soll allerdings seit Jahren nicht mehr stattgefunden haben.
Zu erwähnen ist auch das Ausstellungszentrum, das wechselnde Ausstellungen, Konzerte und Lesungen in der Pyramide veranstaltet. Unter dem Motto „Rate Mal!“ werden zum 6. September Buchillustrationen von je 16 Künstlern aus dem Iran und aus Deutschland präsentiert.


Die Pyramide
Landsberger Allee 366, 12681 Berlin

Voßpalais

Das Voßpalais, Sara Contini-Frank
Voßpalais, Aquarell und Tusche auf rauem Aquarellpapier, 15 x 11,5 cm

Das Voßpalais in der Voßstraße 33 ist eines der wenigen Wohnhäuser aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, die in der Gegend um den Potsdamer Platz den Zweiten Weltkrieg überstanden haben. Das Palais wurde vom Berliner Architekten Wilhelm Böckmann zur Eigennutzung entworfen. 1934 übernahm die Deutsche Reichsbahngesellschaft die Räume und ließ sie zum Verwaltungsgebäude umbauen.

Nach der Deutschen Wiedervereinigung erfuhr das Voßpalais wechselnde Nutzungen, bis es um 2010 saniert und umgestaltet wurde. Nun dient es als elitäres Büro- und Geschäftshaus, die Einzelhandelsflächen sind zum Teil mit der angrenzenden Mall of Berlin direkt verbunden.


Voßpalais
Voßstraße 33, 10117 Berlin

Denkmal Albrecht von Graefe

Das Denkmal Albrecht von Graefe, Sara Contini-Frank

Denkmal Albrecht von Graefe, Tusche und Aquarell auf Aquarellpapier, 17 x 12,5 cm

In unmittelbarer Nähe der Charité steht das Denkmal für Friedrich Wilhelm Ernst Albrecht von Graefe, der im 19. Jahrhundert als Augenarzt in Berlin tätig war. In der Hand hält er einen Augenspiegel, denn er nutzte unter anderem das neu entwickelte Gerät, um die Augenheilkunde weit voranzubringen. Als Albrecht von Graefe starb, war er Professor an der Charité.

Kurz nach seinem Tod wurde die Graefestraße in Kreuzberg nach ihm benannt. Und die Berliner Medizinische Gesellschaft, der er zu Lebzeiten vorsaß, startete eine Initiative, um das Denkmal an der Luisenstraße errichten zu lassen. Bildhauer war Rudolf Siemering, der auch das Beethoven-Haydn-Mozart-Denkmal am südlichen Ende des Goldfischteichs im Großen Tiergartens schuf.

Dieses Bild wird nicht mehr angeboten. Nächsten Sonntag können Sie hier die nächste Berliner Illustration erwerben.


Denkmal Albrecht von Graefe
Luisenstraße Ecke Schuhmanstraße, 10117 Berlin

Leipziger Platz

Der Leipziger Platz, Sara Contini-Frank

Leipziger Platz, Aquarell und Tusche auf Aquarellpapier, 21,5 x 9,5 cm

Der oktagonale Leipziger Platz wird oft und gerne mit dem nahegelegenen Potsdamer Platz in einen Topf geworden, dabei hat er seine ganz eigene Entstehungsgeschichte. Er wurde im 18. Jahrhundert zusammen mit dem quadratischen Pariser Platz und dem runden Mehringplatz angelegt – ursprünglich hieß er Achteck am Potsdamer Thor.

1906 stand hier das luxuriöse Warenhaus Wertheim, ein riesiges, reichlich dekoriertes Kaufhaus mit Fliesen, Mosaiken, Teesalon und hauseigenem Garten. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude schwer beschädigt und der Bau der Mauer tat ihr Übriges.

Der anschließende Wiederaufbau ging stockender voran als beim benachbarten Potsdamer Platz, bis der Investor Harald Huth das Gelände erwarb. Seitdem entstand am Leipziger Platz ein modernes Wohn- und Geschäftsquartier, und 2014 wurde mit großem Aufwand die Mall of Berlin als „Nachfolgekaufhaus“ von Wertheim eröffnet.


Leipziger Platz
10117 Berlin

Potsdamer Platz

Der Potsdamer Platz, Sara Contini-Frank

Potsdamer Platz, Aquarell und Tusche auf Aquarellpapier, 17 x 12 cm

Nachdem der Potsdamer Platz im Zweiten Weltkrieg weitgehend zerstört wurde und in der Nachkriegszeit einen wichtigen Knotenpunkt zwischen dem sowjetischen, dem britischen und dem amerikanischen Sektor darstellte, wurde er 1991 innerhalb eines umfangreichen Architekturwettbewerbs komplett neu geplant.

Die Realisierungsphase begann 1994, zehn Jahre später war sie mit der Eröffnung des Beisheim Centers abgeschlossen. Dort ist unter anderem das luxuriöse Hotel The Ritz-Carlton untergebracht, wo ein vorzüglicher Afternoon Tea genossen werden kann – donnerstag- bis sonntagnachmittags bei Klaviermusik.


Potsdamer Platz, 10785 Berlin