Lange Nacht der Illustration

Einladung Lange Nacht der Illustration, AID BerlinNachdem ich heute Abend im Frauenzentrum Marie e.V. ausstelle, werde ich nächsten Freitag im Rahmen einer Gemeinschaftsausstellung zur Langen Nacht der Illustration ebenfalls einige meiner Werke präsentieren.

Es erwarten Sie Illustrationen aus Berlin am Sonntag, aber auch Arbeiten, die als Kundenauftrag entstanden sind – sie alle vereint Eines: das Thema Stadtillustration. Außerdem werde ich vor Ort eine Zeichnung erstellen und kolorieren.

Sie finden mich zusammen mit meinen Kollegen in der AID Berlin in Kreuzberg. Berlinweit öffnen zahlreiche Ateliers ihre Türen, ich wünsche Ihnen eine lange, inspirierende Nacht!


Akademie für Illustration und Design Berlin
Ritterstraße 12–14, Aufgang 2,
10967 Berlin
Am 30. September 2016, 18–24 Uhr

Rudi-Dutschke-Haus

Das Rudi-Dutschke-Haus, Sara Contini-Frank

Aquarell und Tusche auf Aquarellpapier, 17 x 22,5 cm

Ein Zeugnis Berliner Zeitungsgeschichte ist das Rudi-Dutschke-Haus, Sitz der taz-Redaktion an der Rudi-Dutschke-Straße – doch wird es nicht mehr lange so aussehen: Schon nächstes Jahr soll die Tageszeitung in einen größeren Neubau am südlichen Ende der Friedrichstraße ziehen.

Der schlanke Altbau stammt aus dem Anfang des 20. Jahrhunderts. Es lohnt sich, die Atlanten und die kleineren Reliefs an der Fassade genauer anzuschauen. Der benachbarte Erweiterungsbau entstand 80, seine provokative Wandplastik „Friede sei mit Dir“ 100 Jahre später. Im hauseigenen taz Café können auch Konkurrenten und Nicht-Journalisten wechselnde Mittagsgerichte bestellen: Morgen wird es nach Granatapfel, Champignoncremesuppe und Rosmarin-Kartoffeln duften.


Rudi-Dutschke-Haus
Rudi-Dutschke-Straße 25, 10969 Berlin

Riehmers Hofgarten

Das Hotel riehmers hofgarten, Sara Contini-Frank

Aquarell und Tusche auf Aquarellpapier, 15,5 x 10,5 cm

Das Hotel riehmers hofgarten genießt eine äußerst prunkvolle Fassade mit neubarocken und re­nais­san­cis­tischen Elementen. Die Wohnanlage Riehmers Hofgarten wurde ab Ende des 19. Jahrhunderts vom Bauherrn Wilhelm Ferdinand August Riehmer mitentwickelt. Der Mauermeister nutzte optimal das T-förmige Grundstück zwischen Yorck-, Großbeeren- und Hagelberger Straße und brach durch eine zusätzliche Privatstraße das übliche, geschlossene Hinterhofschema um einen zentralen Hof. Er baute schön geschnittene Wohnungen mit oftmals drei oder mehr Zimmern für die besser verdienende Mittelschicht und lockerte die große Anlage durch einen offenen Hofgarten.

Schon das monumentale Triumphbogenportal an der Yorkstraße lädt ein, das Privatgrundstück zu erschnuppern. Als Gast des Hotels Riehmers Hofgarten oder des angeschlossenen Restaurants E.T.A. Hoffmann ist es möglich, den Besuch zu verlängern und alle Details in Ruhe wahrzunehmen.


Hotel riehmers hofgarten
Yorckstraße 83, 10965 Berlin

Kottbusser Tor

Das Kottbusser Tor, Sara Contini-Frank

Aquarell und Tusche auf Aquarellpapier, 14,5 x 10 cm

Das Kottbusser Tor ist sicher kein ruhiger Platz zum Entspannen – eigentlich nicht einmal ein Platz, sondern eine Kreuzung.

Die Schreibweise seines Namens, nach dem ursprünglich dort stehenden Zolltor in Richtung Cottbus an der Berliner Stadtmauer, wurde mehrmals geändert, mal bezeichnete man es als Cottbusserthor, mal Cottbusser Thor. Nach einigem Hin und Her hat man die getrennte Schreibweise mit „K“ festgelegt.

Der Wohnkomplex Neues Kreuzberger Zentrum (NKZ) über der Adalbertstraße wurde ab 1969 nach Plänen der Architekten Wolfgang Jokisch und Johannes Uhl errichtet. Es geschah unter der Rahmenplanung von Werner Düttmann, der auch den Mehringplatz gestaltete. Ende der 1980er fanden einige Umbaumaßnahmen statt, die Anfang 2000 zum neuen Namen „Zentrum Kreuzberg“ führten.

Van Loon im Urbanhafen

Die van Loon im Urbanhafen, Sara Contini-Frank

Aquarell und Tusche auf Aquarellpapier, 22 x 16,5 cm

Der Urbanhafen im Landwehrkanal wurde zwischen 1891 und 1896 als Binnenhafen angelegt und ab 1923 von der BEHALA betrieben. Der Hafen verlor aber schon sehr bald an Bedeutung. In den 60er Jahren wurde er geschlossen und zurückgebaut. Der Name „Urban“ hat scheinbar nichts mit seiner städtischen Lage zu tun, sondern geht auf das Wort „Urlake“, also Sumpf, zurück. Vermutlich war ein Schreibfehler für diese Abwandlung verantwortlich.

Seit mehr als 20 Jahren liegt nun die van Loon im Urbanhafen. Beim heutigen Restaurantschiff handelt es sich jedoch um eine Nachbildung aus dem Jahre 2011. Wem es am Ufer nicht genug schaukelt, kann auch in eines der beiden kleineren Fahrgastschiffe steigen (oder es gleich chartern) und bei einer schönen Rundfahrt speisen.


van Loon Restaurantschiffe
Im Urbanhafen an der Baerwaldbrücke, Carl-Herz-Ufer 5, 10961 Berlin
Webseite

Anhalter Bahnhof

Der Anhalter Bahnhof, Sara Contini-Frank

Farbstift und Tusche auf Aquarellpapier, 21,5 x 10 cm

Lange Zeit glaubte ich, der Name „Anhalter Bahnhof“ bezöge sich auf das, was Züge zu tun pflegen, nämlich an Bahnhöfen halten. Die korrekte Namenserklärung ist aber mindestens ebenso einfach: Die „Anhalter Bahn“ fuhr zwischen Berlin und Köthen im heutigen Sachsen-Anhalt.

Der Anhalter Bahnhof wurde 1839–41 als Endbahnhof errichtet und 1876–80 durch ein größeres Gebäude nach Plänen von Franz Schwechten ersetzt, der auch die Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche entwarf.

Die heutige Ruine ähnelt einer Theaterkulisse, man ahnt nur wenig von der ursprünglich 62 m breiten, 170 m langen Bahnhofshalle. Eine Vorstellung davon bekommt man im Deutschen Technikmuseum. Dort gibt es ein detailreiches Modell, das ein- bis zweimal im Monat mit Modellzügen vorgeführt wird.


Anhalter Bahnhof
Askanischer Platz 6, 10963 Berlin

Kadó

Das Kadó, Sara Contini-Frank

Aquarell und Tusche auf Aquarellpapier, 14 x 10,5 cm

Vor einigen Jahren, als ich noch in Neukölln wohnte, bin ich öfter am Kadó in der Graefestraße vorbei gefahren, ein kleines, aufgeräumtes Lakritzfachgeschäft. Der Laden ist hell und modern eingerichtet, nostalgische Details wie Glasbombonieren und alte Waagen machen das Aussuchen und Einkaufen zu einem charmanten Erlebnis.

Gelegentlich finden gut besuchte Lakritzverkostungen statt und wem der regelmäßige Weg nach Kreuzberg zu weit ist, kann ein Lakritzjahresabo mit süßen Überraschungspäckchen abschließen.


Kadó
Graefestraße 20, 10967 Berlin
Webseite