Illustration 125/125: Stresemannstraße

Die Stresemannstraße, Sara Contini-FrankStresemannstraße, Aquarell und Tusche auf Aquarellpapier, 16,5 x 13,5

Mit dieser Illustration aus der Gegend um den Potsdamer Platz, den ich schon so oft und gerne gezeichnet habe, möchte ich den Illustrationsblog Berlin am Sonntag ausklingen lassen.

Über zwei Jahre habe ich jede Woche einen neuen Blickwinkel auf die Stadt eingenommen und hier mit Ihnen geteilt. Diese Herausforderung hat mich Vieles gelehrt, künstlerisch wie persönlich. In den nächsten Monaten werde ich einige neue, umfangreiche Illustrationsprojekte beginnen, sodass ich beschlossen habe, den Fokus meiner Ressourcen neu auszurichten.

Liebe Blog-Besucher, es tut mir leid, Sie mit dieser Nachricht zu überraschen. Liebe Abonnenten und Freunde, Ihre Treue hat mich tief berührt, vielen Dank für all die Berlin-Tipps und die wertvollen Rückmeldungen. Und auch bei Ihnen, liebe Käufer, möchte ich mich bedanken, für Ihre Unterstützung und Ihr Vertrauen.

Berlin am Sonntag wird in dieser Form sicher noch eine Weile online bleiben, über meine Portfolio-Webseite und auf Stadtillustration.de halte ich Sie weiterhin über mein Schaffen informiert.

Berlin Potsdamer Platz

Der Potsdamer Platz, Alexander Kupsch und Sara Contini-FrankPotsdamer Platz, Illustrationen und digitale Fotocollage

Am Potsdamer Platz bin ich besonders gerne, vielleicht weil er einer der ersten Orte ist, die mir in Berlin gezeigt wurden, noch lange bevor ich hier lebte. Dort sah ich meinen ersten 3D-Film, kurz nachdem ich eingewiesen worden war, was man in Deutschland alles beachten muss – oder, anders ausgedrückt: Wie man sich seinem Gastland gegenüber dankbar zeigt.

Dort, zwischen Mitte und Tiergarten, habe ich einige Illustrationen gezeichnet, zum Beispiel am Sony Center, in der Potsdamer Straße oder am Piano-See. Heute bin ich stolz, eine ganz andere Variante zu präsentieren, und zwar ein gemeinsames Projekt, das zusammen mit dem Grafikdesigner und Fotografen Alexander Kupsch entstanden ist. Er ist dafür bekannt, historische Ansichtskarten mit neuen Fotos zu kombinieren. Einige Aquarelle als eine weitere Ebene für ein solches Panorama zu kreieren, war eine spannende Herausforderung!

Voßpalais

Das Voßpalais, Sara Contini-Frank
Voßpalais, Aquarell und Tusche auf rauem Aquarellpapier, 15 x 11,5 cm

Das Voßpalais in der Voßstraße 33 ist eines der wenigen Wohnhäuser aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, die in der Gegend um den Potsdamer Platz den Zweiten Weltkrieg überstanden haben. Das Palais wurde vom Berliner Architekten Wilhelm Böckmann zur Eigennutzung entworfen. 1934 übernahm die Deutsche Reichsbahngesellschaft die Räume und ließ sie zum Verwaltungsgebäude umbauen.

Nach der Deutschen Wiedervereinigung erfuhr das Voßpalais wechselnde Nutzungen, bis es um 2010 saniert und umgestaltet wurde. Nun dient es als elitäres Büro- und Geschäftshaus, die Einzelhandelsflächen sind zum Teil mit der angrenzenden Mall of Berlin direkt verbunden.


Voßpalais
Voßstraße 33, 10117 Berlin

Denkmal Albrecht von Graefe

Das Denkmal Albrecht von Graefe, Sara Contini-Frank

Denkmal Albrecht von Graefe, Tusche und Aquarell auf Aquarellpapier, 17 x 12,5 cm

In unmittelbarer Nähe der Charité steht das Denkmal für Friedrich Wilhelm Ernst Albrecht von Graefe, der im 19. Jahrhundert als Augenarzt in Berlin tätig war. In der Hand hält er einen Augenspiegel, denn er nutzte unter anderem das neu entwickelte Gerät, um die Augenheilkunde weit voranzubringen. Als Albrecht von Graefe starb, war er Professor an der Charité.

Kurz nach seinem Tod wurde die Graefestraße in Kreuzberg nach ihm benannt. Und die Berliner Medizinische Gesellschaft, der er zu Lebzeiten vorsaß, startete eine Initiative, um das Denkmal an der Luisenstraße errichten zu lassen. Bildhauer war Rudolf Siemering, der auch das Beethoven-Haydn-Mozart-Denkmal am südlichen Ende des Goldfischteichs im Großen Tiergartens schuf.

Dieses Bild wird nicht mehr angeboten. Nächsten Sonntag können Sie hier die nächste Berliner Illustration erwerben.


Denkmal Albrecht von Graefe
Luisenstraße Ecke Schuhmanstraße, 10117 Berlin

Karlplatz

Der Karlplatz, Sara Contini-Frank

Karlplatz, Aquarell, Farbstift, Acryl und Collage auf Aquarellpapier, 15,5 x 11 cm

In der Nähe der Charité, an der Kreuzung zwischen Luisen- und Reinhardtstraße, ist der Karlplatz zu finden – sehr klein, aber mit einigen interessanten Details. Den Mittelpunkt bildet ein Denkmal für den Pathologen Rudolf Virchow. Die Statue stellt symbolisch den Kampf gegen Krankheiten dar.

Umrahmt wird das Denkmal von Pappeln, die mehrmals gefällt wurden. Die Neupflanzung hat man dem Gedicht „Die Pappel vom Karlsplatz“ zu verdanken, das Bertolt Brecht diesen Bäumen gewidmet hat und das am Denkmalsockel zu lesen ist.


Karlplatz, 10117 Berlin

Bundesministerium der Finanzen

Das Bundesministerium der Finanzen, Sara Contini-Frank

Bundesministerium der Finanzen, Nadel, Aquarell und Stempel auf Versandtasche, 41 x 30 cm

Auch wenn zu drei unterschiedlichen Straßenseiten hin geöffnet, wirkt das Bundesministerium der Finanzen wie ein Fort, insbesondere wenn das Tor zur Wilhelmstraße geschlossen ist.

Offiziell heißt das Gebäude seit 1992 Detlev-Rohwedder-Haus, nach dem ermordeten Präsidenten der Treuhandanstalt der ehemaligen DDR. An derselben Stelle wie heute das Bundesministerium der Finanzen war schon 1890 ein Teil des Königlich Preußischen Kriegsministeriums untergebracht. Hermann Göring veranlasste 1935 den Gebäudeabriss und den monumentalen Neubau als Sitz des Reichsluftfahrtministeriums.

Zum Tag der Offenen Tür ist es im Sommer möglich, mehr vom Haus zu sehen und den erstaunlich großen Garten zu bestaunen.


Bundesministerium der Finanzen
Wilhelmstraße 97, 10117 Berlin
Webseite

Hotel de Rome

Das Hotel de Rome, Sara Contini-Frank

Hotel De Rome, Aquarell und Tusche auf Aquarellpapier, 15 x 10 cm

Das Hotel de Rome liegt zwar an einer schmalen Nebenstraße, ist aber dank der Offenheit vom Bebelplatz schon aus Unten der Linden gut zu erkennen. Das Gebäude im Stil der Neurenaissance stammt aus dem Ende des 19. Jahrhunderts, bis 1945 war es der Stammsitz der Dresdner Bank.

Im historischen Haus residiert nun das mit fünf Sternen bekrönte Hotel de Rome. In den ehemaligen Tresorräumen kann nun geschwommen und entspannt werden, die frühere Schalterhalle dient heute als Ballsaal für Konferenzen und besondere Hochzeiten.

Der Hotelname lehnt sich übrigens an das Grand Hotel de Rome in Unter den Linden 10 an, wo sich die höhere Gesellschaft traf, bis es 1910 abgerissen wurde.


Hotel de Rome
Behrenstraße 37, 10117 Berlin
Webseite