Alt-Marzahn

Alt-Marzahn, Sara Contini-Frank

Alt-Marzahn, Aquarell und Tusche auf rauem Aquarellpapier, 20,5 x 9,5 cm

Bei einem Spaziergang auf den schmalen, unebenen Bürgersteigen von Alt-Marzahn musste ich beim Schild „Schnittlauch je Bund 30 Cent – Geld bitte in den Briefkasten werfen“ ein wenig schmunzeln: wie auf dem Dorf! Meine Assoziation zu Marzahn bestand lange Zeit aus den vielen Hochhäusern an breiten Straßenzügen. Marzahn geht aber auf den historischen Kern Alt-Marzahn zurück, der bereits im Mittelalter gegründet wurde.

Niedrige Häuser, die Dorfkirche und die alte Mühle bestimmen die verwinkelten Straßenzüge von Alt-Marzahn. Viele besondere Betriebe laden zum Entdecken ein: Auf dem KulturGut Alt-Marzahn wird jedes Jahr Erntefest gefeiert, eine Kräuterfee führt durch den Bauerngarten und in der Kunst- und Keramikscheune Schamottchen wird am 23. September die Raku-Brenntechnik vorgeführt.

Pankemühle

Die Pankemühle, Sara Contini-Frank

Aquarell und Tusche auf Aquarellpapier, 16 x 11 cm

Enge, geschwungene Wasserstraßen üben schon immer eine besondere Faszination auf mich aus. So musste ich neulich auf dem Weg nach Wedding in der Badstraße auf einer kleinen Brücke über die Panke stehen bleiben, um diese Szene zu bestaunen.

Später habe ich herausgefunden, dass es sich beim Gebäude um eine ehemalige Mühle namens Pankemühle handelt. Da die Panke über ein verhältnismäßig hohes Gefälle verfügt, war sie oft und gerne Treibkraft für Wassermühlen. Anfangs des 18. Jahrhunderts wurde am Standort der Pankemühle eine Walkmühle errichtet, die im Laufe ihrer Geschichte erst zur Papier- und dann zur Mahlmühle umgebaut wurde. Heute beherbergt das Gebäude ein Architekturbüro – und das Mühlrad ist nur noch angemalt.


Pankemühle
Badstrasse 40A, 13357 Berlin