Berlin Potsdamer Platz

Der Potsdamer Platz, Alexander Kupsch und Sara Contini-FrankPotsdamer Platz, Illustrationen und digitale Fotocollage

Am Potsdamer Platz bin ich besonders gerne, vielleicht weil er einer der ersten Orte ist, die mir in Berlin gezeigt wurden, noch lange bevor ich hier lebte. Dort sah ich meinen ersten 3D-Film, kurz nachdem ich eingewiesen worden war, was man in Deutschland alles beachten muss – oder, anders ausgedrückt: Wie man sich seinem Gastland gegenüber dankbar zeigt.

Dort, zwischen Mitte und Tiergarten, habe ich einige Illustrationen gezeichnet, zum Beispiel am Sony Center, in der Potsdamer Straße oder am Piano-See. Heute bin ich stolz, eine ganz andere Variante zu präsentieren, und zwar ein gemeinsames Projekt, das zusammen mit dem Grafikdesigner und Fotografen Alexander Kupsch entstanden ist. Er ist dafür bekannt, historische Ansichtskarten mit neuen Fotos zu kombinieren. Einige Aquarelle als eine weitere Ebene für ein solches Panorama zu kreieren, war eine spannende Herausforderung!

Potsdamer Platz

Der Potsdamer Platz, Sara Contini-Frank

Potsdamer Platz, Aquarell und Tusche auf Aquarellpapier, 17 x 12 cm

Nachdem der Potsdamer Platz im Zweiten Weltkrieg weitgehend zerstört wurde und in der Nachkriegszeit einen wichtigen Knotenpunkt zwischen dem sowjetischen, dem britischen und dem amerikanischen Sektor darstellte, wurde er 1991 innerhalb eines umfangreichen Architekturwettbewerbs komplett neu geplant.

Die Realisierungsphase begann 1994, zehn Jahre später war sie mit der Eröffnung des Beisheim Centers abgeschlossen. Dort ist unter anderem das luxuriöse Hotel The Ritz-Carlton untergebracht, wo ein vorzüglicher Afternoon Tea genossen werden kann – donnerstag- bis sonntagnachmittags bei Klaviermusik.


Potsdamer Platz, 10785 Berlin

Café am Neuen See

Das Café am Neuen See, Sara Contini-Frank


Aquarell und Tusche auf Aquarellpapier, 15,5 x 11 cm

Das Café am Neuen See ist zur Biergartensaison ein wahrer Magnet – indem man auf den Bierbänken zusammenrückt, wird die Anzahl der verfügbaren Plätze oftmals fast verdoppelt.

Persönlich bevorzuge ich aber den Winter, um dem Café am Neuen See einen Besuch abzustatten. Dann knistert das Kaminfeuer, die Kerzen flackern festlich und skurrile Hundeporträts begutachten stolz die neu ankommenden Gäste.

Die Katze hatte übrigens einen ganz bestimmen Grund vor dem Eingang des Cafés zu stehen und herumzuschnuppern, als ich dieses Bild festgehalten habe: Kurz darauf kam ein Mitarbeiter der Stadtreinigung vorbei, spendierte ihr eine Dose Futter und fuhr dann weiter seine tägliche Runde.


Café am Neuen See
Lichtensteinallee 2, 10787 Berlin
Webseite

Berliner Philharmonie

Die Berliner Philharmonie, Sara Contini-Frank

Farbstift und Tusche auf Zeichenpapier, 26 x 12,5 cm

Die 1963 eröffnete Berliner Philharmonie in der Herbert-von-Karajan-Straße wurde von Hans Scharoun entworfen, wie auch die nahe gelegene Staatsbibliothek in der Potsdamer Straße und die Architekturfakultät der TU Berlin. Im Grundriss besteht die Philharmonie aus drei ineinander verschränkten Pentagonen, die sich im Logo der Berliner Philharmoniker wiederfinden.

Als Tipp für eine musikalische Mittagspause möchte ich die Lunchkonzerte hervorheben, die jeden Dienstag im Foyer der Philharmonie stattfinden. Um sich einen Platz zu sichern, sollte man allerdings überpünktlich erscheinen, wahrscheinlich insbesondere jetzt, wo die Sommerpause gerade beendet wurde.


Berliner Philharmonie
Herbert-von-Karajan-Str. 1, 10785 Berlin
Webseite

Piano-See

Der Piano-See, Sara Contini-Frank

Aquarell und Tusche auf Aquarellpapier, 22 x 16,5 cm

Der Piano-See zwischen Reichpietschufer und Marlene-Dietrich-Platz ist nach dem Architekten Renzo Piano benannt, dem Masterplaner des DaimlerChrysler-Quartiers. Die Skulptur „Galileo“ mitten auf dem See besteht aus Industrie-Stahlträgern und stammt aus der Hand des amerikanischen Künstlers Mark di Suvero.

Angelegt wurde der Piano-See 1998, um Erholung zu bieten und um zur Verbesserung des Mikroklimas beizutragen. Das Regenwasser aus der Umgebung wird in den See geleitetet. Inzwischen ist der künstliche See gut bevölkert: Den ersten Algen folgten unterschiedliche Fischarten. Auch Wasservögel sind immer wieder zu Besuch.

So wird jede Ruhepause am Piano-See zu einem entspannten Erlebnis. Wem mehr über den Piano-See und das Potsdamer-Platz-Areal erfahren möchte, empfehle ich die kostenlose Audiotour der Potsdamer Platz Management GmbH.

Potsdamer Straße

Die Potsdamer Straße, Sara Contini-Frank

Aquarell und Tusche auf Aquarellpapier, 25,5 x 12 cm

Die Potsdamer Straße ist nach meinem Tacho ganze 2,5 Km lang. Sie galt zu Beginn des 20. Jahrhunderts als die verkehrsreichste Straße Deutschlands, so wurde auch die erste Ampel Berlins 1924 am Potsdamer Platz in Betrieb genommen.

Bei 203 Hausnummern ist die Potsdamer Straße sehr vielfältig, sie verbindet die Bezirke Schöneberg und Tiergarten miteinander. Dank eines kostenlosen Audioguides kann man bei einem etwa zweistündigen Spaziergang Einiges über die geschichtsträchtige Straße erfahren.

Tilla-Durieux-Park

Der Tilla-Durieux-Park, Sara Contini-FrankAquarell und Tusche auf Aquarellpapier, 21,5 x 16 cm

Beim schmalen Grünstreifen östlich der Potsdamer-Platz-Arkaden handelt es sich tatsächlich um einen Park, den Tilla-Durieux-Park, oder, noch genauer gesagt, um eine Rasenskulptur. Die bis zu vier Meter hohe Rasenfläche weist eine deutliche Schräge auf, die sich um die Längsachse des Parks dreht – sprich auf der einen Parkseite zeigt die Schräge nach Osten, auf der anderen nach Westen.

Der Tilla-Durieux-Park wurde vom Amsterdamer Architekturbüro DS Landschapsarchitecten geplant. Die gestalterische Ost-West-Bewegung soll an die bewegte Stadtgeschichte Berlins erinnern.