Lessingbrücke

Lessingbrücke, Sara Contini-Frank

Die Lessingbrücke, die die Strom- mit der Lessingstraße verbindet, ist dem Aufklärungsschriftsteller Gottfried Ephraim Lessing gewidmet. Bei seinen häufigen Ortswechseln wohnte er immer wieder in Berlin, jedoch nicht im ebenfalls nach ihm benannten Haus Lessing am Bundesratufer.

Die Lessingbrücke entstand 1877/78 als hölzerne Jochbrücke. Schon Anfang des 20. musste sie wegen des starken Gewerbe- und Bevölkerungswachstums durch eine größere Steinbrücke ersetzt werden. Der Bildhauer Otto Lessing verzierte die Pfeiler mit Szenen aus Werken des mit ihm verwandten Schriftstellers.

Im 2. Weltkrieg gesprengt und 1951 provisorisch wiederhergerichtet, wurde die Brücke 1980 neu aufgebaut. Dabei konnten die schmiedeeisernen Geländer zum großen Teil erhalten werden, andere Elemente wie die Reliefs wurden rekonstruiert. Für den aufwändigen Brückenbau zuständig war die Ingenieurgesellschaft GREGULL + SPANG, die auch die Perleberger Brücke über den Bahngleisen an der Perleberger Straße gebaut hat.

Unter der Brücke verläuft auf beiden Uferseiten ein Fußgängerweg, Teil des 57 km langen Spreewegs. Für die malerischen Innenstadt-Etappe zwischen U-Bahnhof Richard-Wagner-Platz und U-Bahnhof Jannowitzbrücke soll man lediglich drei Stunden benötigen, zumindest als motivierter Stadtwanderer.